Diglyphus isaea
Parasitieren von Minierfliegen

Diglyphus isaea ist eine eulophide Wespe, die im gesamten Mittelmeergebiet in Verbindung mit Liriomyza spp zu finden ist. Unter den natürlichen Feinden, die käuflich zu erwerben sind, wird diese winzige Wespe als eine der wirksamsten angesehen. Sie kann unproblematisch bei verschiedenen Nutzpflanzen eingesetzt werden, besonders bei Tomaten-, Auberginen- und Zierpflanzen sowie auf dem offenen Feld (d.h. bei Kopfsalat und Sellerie).

Der Adultus ist 1,5-2mm lang und hat einen länglichen, schwarzen Körper und kurze Fühler. Er etabliert sich sehr schnell in den Nutzpflanzen, und seine Überlebensfähigkeit unter schwierigen Bedingungen ist bemerkenswert. Bevor das Weibchen die Eier neben den Larvenkörper des Wirts legt, ruft es über einen Einstich bei diesem eine Lähmung hervor. Der Adultus tritt durch ein rundes Loch im Blattgewebe hervor. Die Entwicklung vom Ei zum Adultus wird stark von der Temperatur beeinflusst und kann sehr schnell erfolgen (10 Tage bei 25°C). Im Gegensatz zu anderen Parasitoiden ist die Langlebigkeit sehr hoch. Ein Weibchen kann, abhängig von verschiedenen Faktoren, 60-100 Eier legen. Nicht nur die Parasitierung, auch das Host-feeding (das Anzapfen des Wirts) verursachen eine bedeutende Mortalität in der Minierfliegenpopulation. Dies in Kombination mit ihrer großen Suchfähigkeit sorgt auch bei sehr frühen („präventiven“) Einführungen für Erfolg. Auch wenn eine große Parasitoiden-Population schweren Schädlingsbefall schnell bezwingt, ist meist ein früher Beginn mit mehrfachen Ausbringungen und kleinen Mengen (bis zu einer Gesamtzahl von 0,5-2/m2) generell die beste Anwendungsmethode bei jeder Nutzpflanze.

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