Anagyrus vladimiri
Parasitoid der Schmierlaus

Anagyrus vladimiri die Schlupfwespe, ist ein Hautflügler und ernährt sich als Parasitoid von Schmierläusen. Das erwachsene Weibchen, annähernd 2mm lang, weist eine charakteristische rostbraune Farbgebung auf mit einem auffälligen, gräulichen Streifen auf dem Rücken und charakteristischen weißen Fühlern mit langem Schaft, deren Ansatz scheibenförmig und schwarz ist wie die beiden ersten Antennenglieder. Das Männchen ist kleiner und schwarz und besitzt gleichmäßige Fühler voller Borsten. Beide Geschlechter haben glatte Beine. Anagyrus vladimiri ist eine typische Spezies des Mittelmeerbeckens, wo sie von Frühling bis Herbst aktiv ist und mehrmals in Zyklen von 3-4 Wochen Nachkommen produziert. Schlupfwespen finden Verwendung in Programmen zur biologischen Bekämpfung sowohl bei Trauben und Zitrusfrüchten als auch bei Zierpflanzen und in Gewächshäusern gegen Planococcus vitis und Planococcus citri. Die Weibchen legen ihre Eier in das zweite oder dritte Stadium der Schmierläuse, außerdem in jüngere Entwicklungsstadien und eiertragende erwachsene Weibchen. Sie besitzen eine hohe Suchkapazität und können daher bereits bei geringem Befall und so auch schon von April an auf dem freien Feld eingesetzt werden. Anagyrus enthält 250 erwachsene Parasitoide, die lediglich in der Nähe der Pflanzen ausgebracht werden müssen, um schnell handeln zu können, ohne Ameisen zum Opfer zu fallen. Die erforderliche Anzahl variiert abhängig von den Bedingungen zwischen 2.000 und 3.000 Individuen pro Hektar. Ist der Befall bereits offensichtlich, kann der Einsatz an den der beiden Räuber Nephus und/oder Cryptolaemus angepasst werden.

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